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Kaffee aus alternativem Handel
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Kaffee als Droge Drucken
Kaffee zählt zu den legalen Drogen. Das war auch mal anders, inzwischen ist Kaffee aber neben Alkohol und Nikotin ein gesellschaftlich verankertes Genussmittel.

Die Kaffeebohne enthält neben Koffein, Säuren, Öle, ungefähr 800 Aromastoffe, Wasser, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Der Hauptwirkstoff, wegen dessen Kaffee als Droge eingestuft werden könnte, ist das Koffein. Es kommt auch in Tee, Maté, Colanuss und Guarana vor. Auch aus der Kakaobohne kann durch einfache Methylierung Koffein gewonnen werden. Wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung ist die Wirkung jeder Pflanze unterschiedlich.

Allgemein ist Koffein eine anregende Rauschdroge mit sehr milder Wirkung. Durch den Genuss von Koffein werden die geistige und die körperliche Leistungsfähigkeit gesteigert, die Wirkung von manchen Schmerzmitteln wird verstärkt. Zu hohe Dosen können Nervosität, übermäßige Erregung, Hitzewellen und ähnliches hervorrufen.

Kaffee galt lange Zeit als gefährlicher Stoff. Körper und Geist wurden angeblich durch den Genuss von Kaffee verdorben. Obwohl ein gewisser James Howell schon Mitte des 17. Jahrhunderts feststellte: „Es ist erwiesen, dass der Kaffee die Völker nüchtern macht. Während Handwerker und Kaufmannsgehilfen früher Ale, Bier und Wein als Morgentrunk genossen und zu ernsthaften Geschäften unfähig wurden, haben sie sich jetzt an diesen wachhaltenden bürgerlichen Trunk gewöhnt“, wurden Kaffeehäuser als Stätten des Lasters und Aufruhrs bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts in regelmäßigen Abständen von der Obrigkeit geschlossen. Erst als sich die Produktionsbedingungen ändern, avanciert Kaffee zur Universalmahlzeit. Das Bürgertum trinkt feinen Bohnenkaffee, die Bauern, Handwerker und Arbeiter „ernähren“ sich von einer Kaffeebrühe, die oft mit Surrogaten wie Zichorie gestreckt wird und in die (wenn vorhanden) Brot getunkt wird. Die Zubereitung ist zeitsparend und die Wirkung anregend und hungerdämpfend.

Heutzutage gilt der Genuss von Koffein als weitgehend unschädlich und – zumindest in den reichen Ländern des Nordens – ist der Genuss von reinem Bohnenkaffee kein unerschwinglicher Luxus mehr. Ganz im Gegenteil: Kaffee wird bei Discountern verschleudert. Damit kann ihn sich jeder im Norden leisten, aber KaffeebäuerInnen und LandarbeiterInnen kommen dabei unter die Räder.