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Fairer Handel: Solidarität im Supermarkt? |
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… war das Thema einer Fachtagung, die wir am 27. September 2007 veranstaltet haben. Dieses Info enthält Auszüge und Zusammenfassungen von Beiträgen und Diskussionen. Was haben wir uns dabei gedacht?
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Im letzten Jahr haben wir das 20jährige Bestehen von el rojito gefeiert. Das war ein guter Anlass, eine Zwischenbilanz der Arbeit des Alternativen Kaffeehandels zu ziehen, die aktuelle Lage zu beschreiben und Perspektiven auszuloten. Darüber hinaus lag das Veranstaltungsdatum in der „Fairen Woche“, in der die Tagung einen fachlichen Akzent setzen sollte, und auf dem „Tag des Kaffees“, den der konventionelle deutsche Kaffeehandel ausgerufen hat; hierzu sollte ein alternativer Standpunkt vertreten werden. In der Nischenökonomie des Fairen Handels hat sich ein breites Spektrum von Ideen und Gruppen entwickelt. Das besonders Spannende ist, dass es nach wie vor Gruppen gibt, die sich den gleichen Ideen verpflichtet fühlen wie es sie schon vor 30 Jahren gab, es aber auch Versuche gibt, die Nische zu erweitern oder zu verlassen. Umgekehrt gibt es aus der normalen Wirtschaft Ansätze, das Segment zu vereinnahmen. Daraus ergeben sich Fragen, die wir auch mal wieder mit anderen diskutieren wollten: • Wie viel Ethik und Politik verträgt eigentlich der Handel ohne sich selbst so zu behindern, dass er gar keine Wirkung mehr entfaltet? • Und umgekehrt: Wie viel Ethik und Politik braucht der alternative Handel, um noch unterscheidbar zu sein vom konventionellen? und aus der anderen Perspektive: • Wie sinnvoll ist es eigentlich, politische Ziele mit Handel zu verbinden? Sind nicht politische Formen der Auseinandersetzung da viel angebrachter? Behindert nicht die Handelpraxis das politische und ethische Argument? • Auch hier wieder umgekehrt: Braucht nicht auch die politische und ethische Argumentation praktische Beispiele, auf die sie verweisen kann? Welchen Kaffee trinkt der Internationalist und die Globalisierungsgegnerin? Den von Aldi?
Bei der Tagung wollten wir die Ansätze, die sich auf den Kaffeehandel beziehen, nebeneinander stellen und diskutieren. Außerdem sollte auch die Perspektive Beteiligter, die keine Kaffeehändler sind, eingebracht werden. Das sind insbesondere die ProduzentInnen, aber auch KooperationspartnerInnen. Auf diese Weise kann eine Zwischenbilanz des Alternativen Handels am Anfang dieses Jahrhunderts stehen. Mit der Vorbereitung und Durchführung der Tagung sind uns das Feld, in dem wir uns bewegen, und seine Entwicklungsmöglichkeiten noch einmal viel klarer geworden. Wir hoffen, dass es den TeilnehmerInnen ähnlich geht und dass dieses Info auch etwas davon vermitteln kann. |