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Kurzreferat von Hans-Martin Kühnel zur Arbeit von Café Libertad Drucken
Hans-Martin Kühnel ist Mitarbeiter der Genossenschaft Café Libertad.
Café Libertad importiert Bio-Kaffee aus Chiapas, Mexiko, und verkauft ihn hier direkt an
VerbraucherInnen oder gibt ihn an Gruppen in ganz Europa weiter, die ihn selbst vermarkten. Die Genossenschaft versteht ihre Arbeit auch als eine politische. Sie will den Kampf einiger indigener Gemeinden um Würde und Gerechtigkeit unterstützen. Diese hatten sich nach dem Aufstand der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN am 1. Januar 1994 selbständig organisiert. Café Libertad ist auch von dem ökonomischen Modell der Gemeinden beeindruckt, das auf indigenen Erfahrungen, direkter Demokratie, Selbstbestimmung und -verwaltung beruht und die Grundbedürfnisse der Menschen nach ausreichender Ernährung, ärztlicher Versorgung, schulischer Bildung und besserer lokaler Infrastruktur erfüllt. Die Genossenschaft arbeitet nicht gewinnorientiert. Der gezahlte Preis für den Bio-Kaffee (z.Zt. 1,70 $ pro libra) liegt über dem, der sonst im alternativen Handel gezahlt wird.
Die Zusammenarbeit mit dem normalen Handel wird ebenso abgelehnt wie eine Beteiligung am Fairen Handel unter dem TransFair-Siegel. Von den Strukturen eines ungerechten Welthandels wolle man sich abgrenzen.
Mit Fördergeldern werden humanitäre Projekte in Chiapas unterstützt.