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Kaffee aus alternativem Handel
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Kurzreferat von Karsten Hackländer Drucken
  über den Alternativen Handel aus Sicht der Solidaritätsbewegung
Sein Vortrag gliederte sich in drei Teile. Im ersten Abschnitt betrachtete er kritisch zurückblickend die Ländersolidarität mit Nicaragua als Entstehungszusammenhang des Alternativen Handels. Diesen Abschnitt des Vortrages illustrierte er höchst anschaulich mit Plakaten aus den 80er Jahren. Die Solidaritätsbewegung habe in der Eroberung der
Staatsmacht den zentralen Ansatzpunkt für eine tief greifende gesellschaftliche Veränderung gesehen. Es habe eine einfache Unterscheidung zwischen ‚Volk’ und ‚Unterdrücker’ gegeben. Differenzierungen beim ‚Volk’ nach  Partizipationsmöglichkeiten, Weltanschauungen, Ethnien, Geschlecht u.a. wurden nicht gemacht. Später konnten dann Brüche wie die Diskriminierung von Indigenas, struktureller Machismo und Vetternwirtschaft nicht mehr übersehen werden. Die Solidaritätsbewegung reagierte mit einer Umorientierung auf Basisbewegungen, ‚Solidarität’ blieb synonym mit ‚Hilfe’. Gleichzeitig wurden die Machtverhältnisse zwischen den Staaten kritisiert und der Anspruch erhoben, anders leben, arbeiten und konsumieren zu wollen. Letzteres sei u.a. im Kaffeeimport aus Nicaragua zum Ausdruck gekommen.

Mit der Abwahl der sandinistischen Regierung 1990 erlahmte auch die Solidaritätsbewegung. In der Zeit nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Systeme verbanden sich viele Initiativen in der Antiglobalisierungsbewegung. Die unterschiedlichen Ansätze in dieser Bewegung erläuterte der Referent am Beispiel der Zapatisten, des Netzwerkes peoples global action und von attac.

Abschließend kam Karsten Hackländer dann wieder zum Fairen Handel. Hier betonte er eine Unterscheidung, die vielleicht gerade verwischt werde, aber nach wie vor notwendig sei: die zwischen ‚alternativem’ und ‚Fairem’ Handel. Der alternative Handel, z.B. der von Café libertad und el rojito, gebe sich nicht mit einem Mindesteinkaufspreis
zufrieden, sondern kritisiere das Welthandelssystem und zeige – wenn auch im Kleinen – Alternativen auf. Er sei daher ein wichtiger Bestandteil der Antiglobalisierungsbewegung.