Cuculmeca 1991 gegründet, ist Cuculmeca ein Verein mit dem Ziel Kommunikation und Bildung zu organisieren, sowie mehr Beteiligung der Mitglieder der Zivilgesellschaft zu ereichen. Bildung findet statt zu den Themen Privatisierung, ALCA, Plan Puebla Panama, Gesundheit, Alphabetisierung, Unweltschutz und Menschenrechte.
 Veranstaltungen, Foren und Workshops werden organisiert für VertreterInnen aus Gewerkschaft, Verbänden und sozialen Bewegungen. Sie haben weite Verbindungen in alle sozialen Sektoren unabhängig von politischer Richtung, Glauben oder Geschlecht. Cuculmeca hat viele Erfahrungen im Bereich der Kommunikation und der Koordination zwischen Organisationen und Behörden. La Cuculmeca pflegt den Kontakt zu kleinen Nichtregierungsorganisationen (NGO), die jenseits kommerzieller Zielsetzungen vor allem politische Anliegen verfolgen und von denen einige selbst wiederum Teil einer sozialen Bewegung sind. La Cuculmeca möchte die Einschätzungen über die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen in Nicaragua austauschen und möchte informieren über die Kämpfe für die Legalisierung von Landtiteln, den freien Zugang zu Wasser, das Wassergesetz und über die Ablehnung der Privatisierungstendenzen. Auch die negativen Folgen des CAFTA (Central American Free Trade Agreement - Zentralamerikanisches Freihandelsabkommen) auf die kleinbäuerliche Landwirtschaft und die Ausbeutung von Ressourcen durch ausländische Firmen werden diskutiert. Gleichzeitig soll eine Recherche und ein Diskussionsprozess zu ALCA und dem Plan Puebla Panama stattfinden.
Das Wasser Konkret unterstützen wir Cuculmeca in ihrem Widerstand gegen ein neues Wassergesetz der Regierung. Nicaragua steht seit Jahren unter Druck des IWF und der Interamerikanischen Entwicklungsbank im Rahmen von Strukturanpassungsprogrammen, die Wasserversorgung zu privatisieren.
Auch deutsche Institutionen, wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), mischen mit. So unterstützt die KfW die Sanierung der Wasserversorgungsinfrastruktur. Der Privatisierungsprozess ist im Stillen schon weit fortgeschritten. Es wurde schon ein kompletter See samt Wasserkraftwerk (HIDROGESA) verkauft. Dem US-amerikanischen Energieunternehmen Coastal Power wurde der Zuschlag für 41 Millionen US-Dollar erteilt . Der wahre Wert der HIDROGESA wird auf rund 200 Millionen US-Dollar geschätzt, schließlich ist es gerade mit Entwicklungshilfegeldern komplett saniert worden. Als dieses öffentlich wurde, regte sich aber Widerstand. Schließlich wurde der Verkauf rückgängig gemacht unter anderem auch wegen dem immer noch gültigen Artikel 105 der Verfassung, in dem die damalige sandinistische Regierung festlegte, dass der Staat die Wasserversorgung fördern muss und unter keinen Umständen veräußern darf.
Dieser Artikel steht natürlich den Privatisierungsbestrebungen der Regierung entgegen. Also entstanden die Vorbereitungen für ein neues Wassergesetz. Cuculmeca und andere Organisationen organisierten Veranstaltungen, Foren und workshops zu diesem Thema und hatte damit bisher ziemlichen Erfolg. Die Regierung wollte das Wassergesetz schon im August verabschieden, hat aber die Verabschiedung erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Kampagne gegen das neue Wassergesetz richtet sich nicht nur gegen den Entwurf der Regierung, sondern setzt sich für ein neues Wassergesetz ein, das sich an sozialen und Umwelt-kriterien orientiert. Ähnlich wie die Alternativas ein Gegenentwurf zu ALCA sind, entsteht hier ein Gegenvorschlag zu der offiziellen Regierungsinitiative. Auf den workshops besteht Einhelligkeit darüber, dass das Fehlen einer juristischen Grundlage Privatisierungen möglich macht und keine Regelungen im Konfliktfall vorsieht. Inzwischen haben sich verschiedene Umwelt-, Verbraucher-, Campesino- und Menschenrechtsorganisationen entschlossen ihre Aktivitäten für ein neues Wassergesetz zu koordinieren. So wird im Oktober die neue Version des Entwurfes gemeinsam analysiert, vorgestellt und in der Presse erläutert. Weitere konkrete Initiativen zur Verbreiterung der Diskussion in Zeitung, Radio sowie auf weiteren Veranstaltungen und workshops sind geplant und sollen der Bevölkerung die Problematik des neuen Wassergesetzes bewusst machen und mehr Partizipation erreichen. Einige dieser Aktivitäten werden wir unterstützen zum einen über Cuculmeca aber auch über andere beteiligte Organisationen. Desweiteren werden wir Cuculmeca und andere in ihrer Aufklärungsarbeit über die Folgen von ALCA unterstützen. |