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Entstehung und Geschichte |
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Die Wurzeln unserer Arbeit liegen in der Solidaritätsbewegung mit Nicaragua. Kaffeehandel war nur ein Teil eines Tätigkeitsspektrums, das auch die Organisation von Brigaden und Veranstaltungen umfaßte.
Im Laufe der Jahre (seit 1987) nahm der Kaffeehandel zu, die anderen
Aktivitäten mit der "Wende" in Nicaragua ab. Nicaragua wurde inzwischen
zu einem ganz normalen "3.Welt-Land". Trotzdem meinen wir, daß es sich
lohnt weiter zu machen.
Durch unsere Arbeit haben einige
Kooperativen die Chance bekommen so zu produzieren, wie sie es für
richtig halten, und sie haben ihr Land nicht an Banken und
Großgrundbesitzer verloren; das gilt sowohl für die
KaffeeproduzentInnen wie für die Mitglieder in den Projekten, die durch
Spenden unterstützt werden. Mit unserer Arbeit wollen wir zeigen, daß
Handel und Wirtschaft auch anders - basisdemokratisch, ökologisch,
sozial - funktionieren können.  Der alternative Kaffeehandel von el rojito
hat nicht innerhalb der Bewegung der Dritte Welt Läden seine Wurzel,
sondern in der politischen Parteinahme für die nicaraguanische
Revolution. Diese originär politische Ausrichtung war zumindest der
Intention nach internationalistisch geprägt, d.h.: Über die
Solidaritätsarbeit sollten auch politische Veränderungen in den Zentren
möglich gemacht werden. Perspektivisch wurzelte dieser Ansatz in der
Erkenntnis, daß Nicaragua nur eine Überlebenschance hätte, wenn eine
Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse in den Zentren eine
aggressive Konfrontationspolitik gegenüber diesem Land unmöglich
gemacht hätte. Darüber hinaus bildete die Überzeugung, daß "Befreiung
nur international" sein kann, den übergeordneten Rahmen: Die
Ermöglichung zunehmender Selbstbestimmung des eigenen Lebens wurde in
Nicaragua mit der Revolution ein gutes Stück vorangetrieben und auch
hier in der BRD sollte und konnte man sich in gesellschaftliche
Auseinandersetzungen einklinken, die ein selbstbestimmteres Leben zum
Ziel hatten.
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