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Kaffee aus alternativem Handel
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Geiz ist geil Drucken
oder: Warum ist dieser Alternativkaffee immer so furchtbar teuer?
Ja, warum eigentlich kriegt man beim Discounter 5oo g Kaffee für unter 2 Euro muss aber bei el rojito 5,40 Euro für die gleiche Menge bezahlen?

Wie ihr bestimmt wisst, zahlt ja der alternative Handel einen gewissen MEHRPREIS an die ProduzentInnen im Erzeugerland um ihnen einen menschenwürdigen Lebensstandard zu ermöglichen. Dadurch ist unser Einkaufspreis zur Zeit doppelt so hoch wie üblich, was aber die Preisdifferenz nur zum Teil erklärt. Tatsächlich ist aber die QUALITÄT unseres Kaffees eine grundlegend andere. Während wir ausschließlich Bohnen der Art Arabica verwenden, sind in Angebotskaffees häufig auch minderwertigere Kaffees der Art Robusta untergemischt. Auch die Röstung kann mehr oder weniger schonend durchgeführt werden. Mit unseren Produkten vergleichbare Qualitäten bei den Espressos werden zu ähnlichen oder gar höheren Preisen angeboten (und auch gekauft).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass Kaffee ein PREISVERGLEICHSPRODUKT ist. Discounter wie Aldi, Penny, WalMart usw. verdienen keinen Cent an ihren Kaffeeumsätzen, ja sie würden sogar noch Verluste daran machen, wenn es rechtlich erlaubt wäre. Das tun sie natürlich nicht aus Nettigkeit, sondern aus Gründen der Kundenbindung. Kaffee, Butter und einige andere Produkte sind die Artikel, deren Preise die KundIn in der Werbung tatsächlich vergleicht und sich merkt. Wenn der Kaffee bei Discounter A 10 Cent billiger ist, entscheiden sich Tausende von KonsumentInnen dort einzukaufen, und zwar natürlich nicht nur das beworbene Produkt sondern auch alles andere (lohnt ja auch sonst nicht wegen der Warteschlangen an den Kassen).

Ein Gewinn ist auch bei unseren Kaffees nicht einkalkuliert (Kalkulation s. unten). Trotzdem müssen unsere Kosten (Miete, Löhne, Infos etc.) gedeckt werden. Diese Kosten können wir nicht auf andere Produkte umlegen, sondern müssen sie direkt an die Endverbraucher (also an euch) weitergeben. Je kleiner unsere verarbeiteten und verkauften Mengen sind, je höher schlagen diese Kosten durch. Dies ist der zweite wichtige Grund, warum wir uns um eine Umsatzsteigerung bemühen. Der erste ist, dass jedes verkaufte Pfund unseren Handelspartnern nützt.