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Seite 2 von 2 - Wir
importieren den Kaffee direkt. Damit wird die Gewinnabschöpfung durch
Zwischenhändler im Anbauland, Spekulanten und Handelskonzerne
verhindert. Wir haben einen Einblick in die Produktionsbedingungen und
können uns mit den einzelnen Kooperativenverbänden über Preise und
Lieferbedingungen direkt verständigen.
- Wir kaufen nur bei selbstverwalteten Kooperativen ein.
Dies ergibt sich unmittelbar aus der Geschichte unseres Handels und den
Zielen. Viele Genossenschaftler sollen die Chance zur Mitbestimmung und
ein Anrecht auf die Gewinne haben und nicht nur ein Besitzer. Es hat
allerdings auch in genossenschaftlichen Strukturen Fälle von
Machtmissbrauch durch Funktionäre oder von Betrug und Diebstahl
gegeben. Wir haben daraus gelernt, dass neben dem Handel eine Beratung
und Schulung durch einheimische Organisationen sehr wichtig ist.
- Selbst- und Mitbestimmung wollen wir natürlich auch bei
der Organisation unserer Arbeit umsetzen. Wichtige Entscheidungen in
Handels- und inhaltlichen Fragen werden gemeinsam getroffen.
- Wir sind als Verein organisiert und arbeiten ohne Gewinn
und zum Teil ehrenamtlich. Statt Gewinne zu machen, soll ein möglichst
großer Anteil des Endverkaufspreises bei den ProduzentInnen ankommen.
Gerade deshalb sind wir zu sehr wirtschaftlichem Arbeiten gezwungen,
denn unsere Kosten müssen gedeckt werden und der Kaffee muss für die
KundInnen bezahlbar bleiben.
- Wir finanzieren die Ernte teilweise vor, das entspricht
einem kurzfristigen Produktionskredit. Es gibt in Nicaragua keine
ländlichen Entwicklungsbanken oder verbilligte staatliche Kredite mehr.
Ein Eigenkapitalpolster konnte wegen des Investitionsbedarfs nach dem
Krieg und immer wieder auftretenden Ernteausfällen (z.B. 1998 durch den
Hurrikan Mitch) nicht aufgebaut werden.
- Wir garantieren einen stabilen Mindestpreis von 1,30$ per Libra (454g). Der Mindestpreis soll zumindest die Produktionskosten decken. Inklusive der Preiszuschläge zahlen wir 1,65$ per Libra (Importjahr 2007/2008) für Biokaffee. Ein Teil unseres Erlöses dient dazu, auch die Menschen bei ihrem Kampf um Land und gegen Marginalisierung zu unterstützen, die keinen Kontakt zur Weltmarktproduktion haben. Die Lieferverträge haben lange Laufzeiten und geben den ProduzentInnen eine Sicherheit für die Abnahme ihrer Ernte..
- Beim Verkauf erbitten wir eine zusätzliche Spende. Sie
dient dazu, auch die Menschen bei ihrem Kampf um Land und gegen
Marginalisierung zu unterstützen, die keinen Kontakt zur
Weltmarktproduktion haben. Die Projekte werden vom Infobüro Nicaragua
in Wuppertal betreut.
- Der Bio-Anbau von Kaffee ist in mehreren Beziehungen
positiv: Er erhält die wichtigste Ressource, den Boden und seine
Fruchtbarkeit, die Gesundheit der BäuerInnen wird nicht gefährdet,
durch den Wegfall von Pestiziden und chemischen Düngemitteln wird der
Fremdkapitalbedarf reduziert, auf der gleichen Fläche können
Grundnahrungsmittel angebaut werden, die für den Anbau notwendigen
Kenntnisse können auf den Anbau anderer Pflanzen übertragen werden
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