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Bio-Instant Afrika-Kaffee, 100g Dose
Kaffee aus Tansania
Zur Rolle des Kaffees in der Landesgeschichte
Kaffee entwickelte sich während der Kolonialzeit des heutigen Tansanias zur Volkskultur. Hatten die afrikanischen Bauern zuvor außerhalb jeder Ware-Geld-Beziehung für den eigenen Bedarf gewirtschaftet, so trieb sie die Kolonialmacht mit Steuergesetzen und Zwangsumsiedlungen mehr und mehr zum Anbau von Verkaufsfrüchten, den sogenannten 'cash crops', an. Noch heute stammen 80-95 % der tansanischen Kaffeeproduktion aus kleinbäuerlichen Familienbetrieben. Sie liefern den Rohkaffee an die Genossenschaft, die dann den Transport und Verkauf übernimmt. Tansania gehört zu den mäßig kaffeeexportabhängigen Ländern. Früh schon suchte das Land nach einem Weg, dem wechselhaften Kaffeemarkt auszuweichen und seinen Exporterlös zu stabilisieren. Die Hoffnungen ruhten dabei auf der Produktion eines Instant-Kaffees in der landeseigenen Fabrik Tanica.
Tanica – die Kaffeefabrik
Heute werden in der Tanganyika Instant Coffee Company (Tanica) bei Bukoba jährlich rund 3 % der tansanischen Kaffeeproduktion zu löslichem Afrika-Kaffee verarbeitet. Tansania ist das einzige afrikanische Land, welches Fertigkaffee vermarktet.
Um das zur Herstellung von Instant-Kaffee notwenige Kaffee-Extrakt zu gewinnen, müssen die Bohnen zunächst geröstet und nach dem Abkühlen sofort gemahlen werden, damit die während des Röstvorgangs freigesetzten ätherischen Öle nicht verfliegen. Bei der Sprühtrocknung wird das flüssige Konzentrat im Heißluftstrom zerstäubt und den Tröpfchen der Wassergehalt entzogen, bis nur noch feine Pulverteilchen zurückbleiben. Dieses als veraltet geltende Verfahren verbraucht deutlich weniger Energie als die Gefriertrocknung. Einen Qualitätsunterschied, wie ihn die Werbung suggerieren möchte, gibt es nicht. Somit entsteht ein hochwertiger Instant-Kaffee aus biologischem Anbau.
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