Donnerstag 14. November

EDEKA Nolda

Straßburger Str. 34

22049 Hamburg

Am Donnerstag den 14. und Freitag den 15. November kommt unsere Barista nach Dulsberg. An Bord unser mobilen Cafe, eine original italienischen Siebträgermaschiene und unserem köstlichen

Café Vela – ein Symbol für die Umwelt

Vom Anbau bis zum Verkauf: Mit Café Vela übernehmen wir Verantwortung für einen solidarischen, ökologischen und nachhaltigen Handel. Auch wichtig dabei ist uns der Transport.
Dieser Kaffee wurde mit dem Frachtsegler Avontuur von Mittelamerika nach Hamburg gebracht. Das Schiff wird mit Windkraft angetrieben und verbraucht nur bei lang anhaltender Flaute oder beim Einfahren in Häfen Treibstoff. Völlig anders als bei den herkömmlichen Containerschiffen. Jedes von ihnen ist eine wahre Dreckschleuder. Auf jeder Fahrt verbraucht es so viele Schadstoffe wie fünf Millionen Autos auf gleicher Strecke und belastet dadurch Umwelt und Mensch erheblich. 

Die Avontuur

Die Avontuur ist ein 2-mastiger Gaffelschoner und gehört der Timbercoast GmbH, die es sich zum Ziel gemacht hat, „Fracht per Windkraft gesegelt zu transportieren um damit die Verbindung zwischen nachhaltigem Produzenten und verantwortungsvollem Verbraucher zu schaffen.“ Das Schiff kann 114 Tonnen Fracht transportieren. Kapitän Cornelius Bockermann hat mit vielen Freiwilligen das 1920 gebaute Schiff in den Jahren 2014 bis 2016 in Elsfleth fit gemacht, um damit in See zu stechen und die Mission zu beginnen. Seitdem transportiert die Avontuur Waren über die Weltmeere. Immer mit der Botschaft: „Wir wollen auf die Missstände in der Welthandelsflotte hinweisen und zeigen, dass Waren sauber und emissionsfrei über den Seeweg transportiert werden können.“

https://timbercoast.com/de/

"Mehr als 90 Prozent des globalen Welthandels werden über Containerschiffe abgewickelt. Das sind ca. 51.000 Frachter, die fast ausschließlich mit Schweröl betrieben werden – ein extrem schwefelhaltiger, klebriger, stinkender, teerartiger Brennstoff, der als Treibstoff erst einmal erhitzt werden muss, damit er flüssig wird und deshalb an Land längst verboten ist und als Sondermüll entsorgt werden muss. Damit sind die Ozeanriesen quasi schwimmende Müllverbrennungsanlagen, für die es wenig Schadstoff-Richtlinien gibt und die kaum Umweltverpflichtungen unterliegen.

Fotos von Luca Windolph.

 

Die Weltschifffahrt stößt jährlich mehr CO2-Emissionen aus als die gesamte Bundesrepublik Deutschland, die unter den Kohlenstoffdioxidemittenten der Welt immerhin auf Platz 6 liegt. Was auf unseren Straßen mit grünen Plaketten und Schadstoff-Richtlinien längst geregelt wird, ist aber auf See kaum Thema. Nicht genug: Neben dem CO2 werden von der Welthandelsflotte massenhaft Stickoxide, Feinstaub, Ruß und Schwefeldioxide ausgestoßen. Mit mehr als 20 Millionen Tonnen Stickoxid (NOx) übertrifft die Schifffahrt den Luftverkehr um das Zehnfache und mit rund 12 Millionen Tonnen Schwefeldioxid (SO2) sogar um das Hundertfache – das sind die Daten der SeaKLIM Studie des Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Welche direkten Auswirkungen das auf uns Menschen hat, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des dänischen Center for Energy, Environment and  Health untersucht: Die Schiffsemissionen allein in Europa sind für bis zu 50.000 vorzeitige Todesfälle jährlich verantwortlich. Feinstaub- und Rußemissionen können Herz- und Lungenkrankheiten, chronische Bronchitis sowie Asthmaerkrankungen auslösen. Im Jahr 2012 wurde Dieselruß von der WHO, als krebserregend eingestuft und dabei auf eine Stufe mit Asbest gestellt. Schiffe, die in Nord- und Ostsee oder dem Ärmelkanal fahren, müssen neuerdings von Schiffstreibstoff mit 3,5 Prozent Schwefel auf maximal 0,1 Prozent Schwefelgehalt umstellen – das ist allerdings immer noch mehr als 100-mal so viel wie für Pkw und Lkw erlaubt ist. Das Mittelmeer dagegen wird weiterhin ungebremst belastet. Dort dürfen Containerschiffe weiterhin Treibstoff nutzen, das dem Dreieinhalbtausendfachen des Werts bei einem Lkw-Diesel entspricht. Ein Ende ist nicht in Sicht: Die letzte IMO (International Maritime Organization) Studie geht davon aus, dass bis 2050 der C02 Ausstoß der internationalen Schifffahrtsindustrie um 50 bis 250 Prozent steigen wird, abhängig vom globalem Wirtschaftswachstum und technologischer Entwicklungen beim Verbrauch fossiler Brennstoffe. Mit unserem Segelschiff AVONTUUR bieten wir die Möglichkeit Fracht per Windkraft gesegelt zu transportieren um damit die Verbindung zwischen nachhaltiger Produktion und verantwortungsvollem Konsum zu schaffen"

Auch wir von El Rojito wollen einen anderen Welt- und Seehandel

Dafür müssen sich mehr Menschen darüber bewusst werden, wie dieser Handel funktioniert und welche Konsequenzen er für Umwelt und Menschen hat.
Wir wollen nicht hinnehmen, dass die Seeschifffahrt eine Branche ist, bei der Umweltstandards kaum eine Rolle spielen und der Handel einzig und allein von Profitstreben getrieben wird.
Es liegt auch an uns: Wir alle sind dazu aufgerufen, unser Konsumverhalten zu überdenken. Es ist klar, dass der Weltmarkt nicht mehr über kleine Segelschiffe abgewickelt werden kann. Insofern ist Café Vela keine Alternative, aber es ist ein starkes Symbol. Ein Symbol dafür, dass es mit der Seeschiffahrt nicht weitergehen kann. Café Vela ist ein Zeichen dafür, dass es klimafreundliche und solidarische Lösungen geben muss.

Unser Café Vela Espresso

Der Kaffee kommt aus Nicaragua von der Kooperative COSATIN / Tierra Nueva. Mit Tierra Nueva arbeiten wir schon lange und gut zusammen. Sie bauen hochwertigen Arabica Kaffee mit biologischen Methoden an.

Am 14. und 15. 11. können Sie, könnt Ihr mal ein Tässchen probieren.