Montag den 11. November

denn`s Biomarkt Urbschat

Lindenstrasse 61

25524 Itzehoe

Auch nord-westlich von Hamburg gibt es unsere leckeren Bio-Kaffees -  natürlich aus solidarischem Handel.

Kommen Sie - komm doch am Montag den 11.11. am besten um 11 Uhr 11 bei denn`s Biomarkt Urbschat in Itzehoe vorbei und lass dich mit einem Tässchen Espresso, Americano oder Cappuccino verwöhnen.

Probiert unseren köstlichen  La Cortadora Espresso  100% Arabica, Hochlandkaffee aus El Salvador und Honduras

La Cortadora
Unter ihrem Hut vereint unsere La Cortadora (dt. die Kaffeepflückerin) Kaffee und Espresso, mit jeweils entkoffeinierten Varianten. Ob als Bohne oder gemahlen — beim Öffnen der Packung entfaltet sich das einzigartige Aroma einer milden Röstung der Arabicas aus El Salvador und aus dem Grenzgebiet Nahuaterique in Honduras.

La Cortadora – Kaffee für Land und Freiheit ist unser Exempel für den alternativen Kaffeehandel. Uns ist wichtig, dass unsere Handelspartner*innen ihren Preis selbst bestimmen und sich gegen Oligarchen, Alteigentümer oder eine korrupte Regierung behaupten können. Zusammen mit der Kaffeekampagne El Salvador vermarkten wir den Kaffee, die Ernte wird zinslos vorfinanziert. Das bedeutet, dass die Arbeiter*innen als Genossenschaftsmitglieder für das Pflücken wenigstens den Mindestlohn erhalten. Mit diesem Kaffee unterstützen wir die Kooperativen insgesamt für menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen und für eine gerechtere Gesellschaft in El Salvador.

Geschmack
Der Kaffee La Cortadora ist facettenreich und erfreut deinen Gaumen mit seiner Geschmacksstruktur: Nach dem ersten süßlich-frischen Kaffeegeschmack präsentiert sich der La Cortadora erstaunlich vollmundig - ein Ergebnis der natürlichen Aromenvielfalt der Kaffeekirsche.

Entcoffeinierungs-Verfahren
Die Entcoffeinierung erfolgt auf schonende Weise mit 2 einfachen, natürlichen und unbedenklichen Stoffen: Wasser und Quellkohlensäure. Dabei wird der Koffeingehalt des Kaffees bis unter 0,1 % vermindert. Bei der Vorbehandlung mit Wasser werden auch Reiz- und Bitterstoffe reduziert, was die Bekömmlichkeit zusätzlich steigert.

Verarbeitung & Röstung
Die Kaffeekirsche wird in Handarbeit erlesen und geerntet, somit werden nur die reifen Kirschen weiterverarbeitet. In der Rösterei Niehoff in Gronau werden die Kaffees frisch von ihren Röstmeistern geröstet. Dabei rösten sie den La Cortadora in schonender Langzeitröstung bis kurz nach dem ersten Crack, um die feinen, fruchtigen Nuancen besonders zur Geltung zu bringen.

Herkunft
Den La Cortadora Kaffee beziehen wir aus direktem Handel unter Fairen Gesichtspunkten von der selbstverwalteten Kooperative LAS LAJAS am südlichen Ende des Lago de Coatepeque an den Hängen des Cerro Verde in El Salvador und von der Kooperative:

Combrifol – Aromatische Bohnen aus dem letzten Zipfel von Honduras

Im äußersten Westen von Honduras, direkt an der Grenze zu El Salvador, leben die Kleinbauern der Kaffee-Genossenschaft Combrifol. Die Region, die einst zu El Salvador gehörte, wird von der Politik stiefmütterlich behandelt. Doch hier wächst unter schwierigen Bedingungen ein exzellenter Kaffee.

Die Cuma, das gebogene, leicht sichelförmige Messer, hält José de la Paz Romero locker in der Hand. Heute ist kaum etwas zu tun auf seiner kleinen Kaffeeplantage. Es ist Ende November und der 26-Jährige macht mit ein paar befreundeten Kaffeebauern aus seiner Gruppe einen Kontrollgang: inspiziert hier und da ein paar Blätter auf die Sporen vom Kaffeepilz, prüft die Bodenfeuchtigkeit und kontrolliert die dicken Kaffeekirschen, die an den Zweigen hängen. Einige sind grün, andere schon leuchtend rot. „Zwei Wochen sind es noch, dann beginnen wir mit der Ernte“, meint er und schiebt den Hut mit der breiten Krempe in den Nacken.

José de la Paz Romero lebt in El Mono, einem kleinen Weiler im Landkreis Nahuaterique in Honduras. Direkt an der Grenze zu El Salvador liegt das Dorf und von seinem an einem Steilhang liegenden Kaffeefeld sind es nur vier, fünf Kilometer Luftlinie ins Nachbarland. In langen Reihen stehen die jungen Kaffeesträucher am terrassierten Hang, ein Drittel hat er vor einem Jahr angepflanzt, ein weites Drittel vor zwei Jahren und die größten Pflanzen, deren Äste die dicken Kirschen kaum mehr tragen können, vor gut drei Jahren. Für den kräftigen, mittelgroßen Mann mit dem kecken Kinnbart ist es die erste Ernte auf der neuangelegten kleinen Plantage. Er ist gespannt, ob sich die harte Arbeit der letzten drei Jahre rentieren wird.

Das gilt für nahezu alle Mitglieder aus der Gruppe „Nuevo Renacer El Mono“. Der Name, soviel wie „Neue Wiedergeburt El Mono“, kommt nicht von ungefähr, denn die abgelegene Grenzregion zählt zu den vergessenen von Honduras. Hier kommt kaum staatliche Unterstützung an und ein Beweis dafür ist die Buckelpiste, die El Mono mit dem Rest des Landes verbindet. Die ist so mies ist, dass sie in der Regenzeit nicht zu befahren ist. „Wir sind hier ziemlich abgehängt“, gibt Abdon Ventura schulterzuckend zu. Er ist einer von 21 Bauern, darunter drei Frauen, die sich in der Gruppe von El Mono zusammengeschlossen haben.

Die helfen sich gegenseitig, koordinieren die nötigen Transporte von und zu den Parzellen, wo die buschigen Sträucher mit den Kaffeekirschen stehen. Das ist die einzige Chance für die Kleinbauern, um zum Bespiel den selbst zusammengestellten Biodünger zu den Feldern zu bringen. Eigene Fahrzeuge haben die Bauern, die oft auf weniger als einen Hektar Kaffee anbauen, nicht.

„Das funktioniert und wir haben direkt neben dem Dorf auch eine kleine Anlage zum Schälen der Kaffeekirschen und zum Trocknen der Kaffeebohnen gebaut“, sagt Ventura. Er ist gewählter Sprecher der Gruppe, gehört wie die meisten der indigenen Ethnie der Lenca an und engagiert sich im Dorf und bei Combrifol. So lautet die Kurzform für Cooperativa Mixta „Brisas de la Frontera“ (Gemischte Genossenschaft „Brise der Grenze“). Der blumige, optimistisch anmutende Name ist Programm, denn gemeinsam wollen die Kleinbauern dem Kreislauf der Armut entfliehen und ihre eigene Zukunft gestalten – mit Kaffee. Der ist neben dem Honig das einzige Produkt, welches sich aufgrund der miesen Infrastruktur vermarkten lässt. Dabei ist die eigene Schäl- und Trockenstation ein wichtiger Schritt in die Zukunft.