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Proteste in Nicaragua

Seit dem 18. April gibt es massive Proteste in Nicaragua. Es fing an mit Demonstrationen gegen eine Sozialreform, die die Beiträge steigen und die Renten senken ließ. Gegen diese Versammlungen ist die Polizei mit massiver Gewalt vorgegangen. Mindestens 30 Menschen starben, viele wurden verletzt oder sind verschwunden. Die Menschen ließen sich aber nicht einschüchtern, sondern gingen weiter auf die Strasse. Das Vorgehen der Sicherheitskräfte rief sogar noch mehr Protest hervor und der Forderungen der Demonstrant*innen gehen jetzt weiter: Sie fordern den Rücktritt von Daniel Ortega und Neuwahlen.

Die Proteste gehen von breiten Bevölkerungsschichten aus. Sicherlich werden sie auch von Rechten und Leuten der alten Oligarchie unterstützt. Aber auch viele Ex-Sandinist*innen und junge Leute gehen jetzt auf die Strasse, weil sie genug haben vom Ortega Clan. Es ist schwierig von hier aus klare Einschätzungen zu geben. Was aber garnicht geht ist die maßlose Repression. Das Infobüro Nicaragua hat zusammen mit dem Ökomenischem Büro einen offenen Brief aufgesetzt, dem sich jedeR anschließen kann.

el rojito berichtet vor Ort

Gerade zu dieser Zeit organisieren wir innerhalb der MITKA ein Seminar mit unseren HandelsparterInnen. Das Seminar findet regelmäßig in Managua statt und behandelt die Preisgestaltung und intensiviert unser Verhältns zu ihnen. Es nehmen Mitglieder der MITKA und der Kooperativen aus Nicaragua, Honduras, El Salvador und Mexico teil. Deswegen sind wir gerade in Nicaragua und erleben den Aufstand, die Repression und die Verhandlungen aus nächster Nähe. Weiteres im Blog, in dem täglich berichtet wird.