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Mexiko

Mexiko ist in fast jeder Beziehung ein riesiges Land und ein sehr reiches Land. Noch bis Anfang des 21. Jahrhunderts zählte es zu den aufstrebenden sog. Schwellenländern. Seit in Kraft treten des NAFTA genannten Freihandelsabkommens mit den USA ab 1996 änderte sich das. Trotz positiver Entwicklung aller wichtiger Faktoren, darunter Importen und Bruttosozialprodukt. Doch nur 10% der Haushalte profitierten von diesen Zuwächsen, für 90% ist es zumeist schlimmer als zuvor.
Im Norden des Landes wurden zwar Arbeitsplätze geschaffen, jedoch ohne jeden arbeitsrechtlichen Standard. Sicherheits- und Gesundheitsstandards sind niedrig. Die Bildung von Gewerkschaften wird massiv unterbunden und bleibt ein Wunschtraum. Zumal sich hier an der Grenze zu den USA die Migrationswelle eines ganzen Kontinents bricht und Arbeitskraft enorm verbilligt. Der Norden Mexikos ist geprägt von schwerer Gewalt in der Mord und Vergewaltigung an der buchstäblichen Tagesordnung sind. Er wird beherrscht von Drogenschmugglern, Waffenschiebern und Menschenhändlern, in der der Staat nur noch durch militärische Gewalt auftritt.
Im Süden wurde vor allem die gesunde landwirtschaftliche Basis zerschlagen. Das kostete mehr Arbeitsplätze als im Norden neu geschaffen wurden. Teile der Maya Bevölkerung in Chiapas erhoben sich 1993 zum sogenannten Zapatisten Aufstand. Die im NAFTA vereinbarte Enteignung von indianischem Gemeindeland war einer der Zündfunken. Besondere Herausforderungen der Region sind die erbärmliche Infrastruktur und die ständige Militärpräsenz nach dem Aufstand. Zusätzlich dazu kämpfen die Angehörigen indigener Nationen, zu denen viele unserer Handelspartner in Mexiko gehören, gegen Diskriminierung und Kulturimperialismus.